Rhetorik-Ratgeber
So wird Ihre nächste Rede ein Erfolg!
In unserem Ratgeber erhalten Sie kostenlose Tipps für die Vorbereitung und den richtigen Vortrag Ihrer Rede. Sollten Sie darüber hinaus Unterstützung benötigen, können Sie jederzeit unsere Redenschreiber und das persönliche Coaching buchen.
Merksätze für Redner
- Sprechen Sie langsam! Langsam und akzentuiert und genieren Sie sich nicht, zu fragen, ob Sie auch in den hinteren Reihen des Raumes gut verstanden werden.
- Denken Sie daran, Pausen einzulegen. Diese dürfen ein wenig länger sein als diejenigen in Gesprächen. Ihre Zuhörer haben so die Möglichkeit, Ihren Gedanken zu folgen.
- Sprechen Sie ruhig laut. Wenn Sie leise sprechen, hält man Ihre Rede für schlecht. Durch Heben oder Senken der Stimme betonen Sie das, was Sie sagen wollen. Hüten Sie sich aber davor, zu schreien!
- Setzen Sie Mimik und Gestik vorsichtig ein. Weniger ist mehr! Bleiben Sie natürlich und präsentieren Sie sich so wie Sie sind.
- Denken Sie daran: Blickkontakt zu den Zuhörern zu halten ist sehr wichtig! Sehen Sie immer wieder vom Blatt auf. Und sehen Sie jeden an. Das fordert vielleicht etwas Überwindung, stärkt aber Ihr Selbstbewusstsein.
- Ihre Kleidung sollte dezent, ansprechend aber auch bequem sein, sie müssen sich darin wohlfühlen. Für Männer gilt: Die Krawatte darf nicht abschnüren. Für Frauen: Die Handtasche darf nicht stören.
- Halten Sie Ihre Rede mindestens einmal vorher zur Probe. Vielleicht sogar vor dem Spiegel.
- Falls Sie Lampenfieber haben und mitten im Vortrag stecken bleiben, heißt es die Ruhe zu bewahren. Trinken Sie einen Schluck Wasser, atmen Sie tief durch und sagen Sie zum Beispiel: „An dieser Stelle hatte ich mir "Pause" notiert – und sie ist tatsächlich eingetreten.“ Humor hilft – und Sie haben die Zuhörer auf Ihrer Seite.
- Wenn es möglich ist, können Sie mit Humor aufhören. Endet die Rede mit einem Scherz, halten alle Zuhörer sie für gelungen!
Lampenfieber
Wer kennt dieses beklemmende Gefühl nicht? Selbst hervorragende Redner kämpfen damit. Der Unterschied besteht darin, dass sie wissen wie man damit umgeht. Folgende Strategie hilft: Ruhe bewahren und tief durchatmen. Optimale Vorbereitung bedeutet, dass Sie ruhig und gelassen bleiben können. Denken Sie an Situationen, in denen bereits alles geklappt hat. Wählen Sie mit Bedacht die richtige Kleidung für den Anlass, auch das gibt Sicherheit. Gehen Sie ruhig und gefasst zum Redeort, das gibt Ihnen Sicherheit für den Beginn. Beginnen Sie mit Ihrer Ansprache, suchen Sie Blickkontakt zu Ihren Zuhörern - und schon nach kurzer Zeit werden Sie merken, dass Sie "gut ankommen" und Ihre gewissenhafte Vorbereitung sich gelohnt hat. Eventuell geben bereitgestellte und funktionierende technische Hilfsmittel Unterstützung.
Körpersprache
Die Gestik trägt dazu bei, dass der Redner lebendiger und intensiver wahrgenommen wird. Es ist immer der ganze Mensch am Kommunikationsprozess beteiligt. Neben der Sprache vermittelt der Körper eine Vielzahl von Signalen, welche Sie gezielt einsetzen sollten. Generell gilt: Bleiben Sie natürlich in Ihrem Auftreten, in Haltung, Mimik und Gestik. Übertreiben Sie nicht. Wer sich selbst treu bleibt, bei dem bilden das gesprochene Wort und die Körpersignale eine Einheit.
Vom Blatt ablesen
DIN A4 Blätter, große Schrift, Seiten nur einseitig beschriften und gut sichtbar nummerieren, wichtige Textstellen mit Farben oder durch Unterstreichen notieren. Nicht vergessen: Manuskript auflegen, möglichst nicht in den Händen halten. Kontakt zu den Zuhörern nicht vergessen, daher nicht zu viel auf den Text sehen. Auf jeden Fall: Vorher die Rede üben - am besten vor dem Spiegel – aber bitte nicht auswendig lernen.
Blackout
Der Alptraum jedes Redners - mitten in der Rede verliert man den roten Faden. Gleich vorweg: Niemand ist dagegen gefeit, mal stecken zu bleiben. Das Wichtigste ist jetzt: Ruhe bewahren! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie mit diesem Missgeschick fertig werden können. Sie können zum Beispiel den letzten Satz wiederholen, vielleicht fällt Ihnen dabei ein, wie es weitergeht. Oder: Legen Sie mit überzeugenden Worten eine kurze Pause ein. Stellen Sie Fragen an Ihre Zuhörer, um sich so eine Atempause zu verschaffen. Notfalls geben Sie einfach zu, dass Ihnen der rote Faden gerissen ist und fassen Sie das, was Sie bereits gesagt haben, noch einmal zusammen. Mit Sicherheit können Sie sich dann daran erinnern, wie es weitergeht.
Redeschluss
Der Schluss muss für jeden Zuhörer logisch sein. Er ist der Höhepunkt der Rede. Denken Sie daran, dass der letzte Satz so betont wird, dass man ihn auch als Schluss-Satz erkennen kann. Bleiben Sie danach ruhig stehen und sehen Sie Ihre Zuhörer noch einmal an, dann treten Sie vom Podium zurück. Der Beifall gehört Ihnen.
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Die Vorbereitung einer Rede
Sie müssen sich zuerst darüber klar werden, was Ihr Publikum von Ihren Worten im Kopf mit nach Hause nehmen soll. Formulieren Sie die Kernaussage Ihrer Rede, die Quintessenz Ihrer Worte. Das ist der Kern, um den herum sich Ihre Rede aufbaut. Denn schließlich müssen wir als Ihr Redenschreiber wissen, worauf Sie hinaus wollen.
Auch das Sammeln von Informationen ist im Vorfeld sehr wichtig, denn Ihr Vortrag soll auch Kompetenz vermitteln. Wenn sich Teile Ihrer Rede um ein Thema drehen, das Ihnen nicht unbedingt geläufig ist, dafür aber Ihrem Publikum, kommt diesem Punkt besondere Bedeutung zu. Die Achtung des Publikums ist Ihnen gewiss, wenn Sie sich als gut informiert und kompetent erweisen.
Die Recherche als Vorbereitung einer Rede kann auf vielerlei Weise erfolgen. Bücher und Fachzeitschriften sind sicher eine gute Quelle, aber gerade heute kommt dem Internet bei der schnellen Beschaffung von Informationen eine immer größere Bedeutung zu. Nirgendwo werden Sie mehr Quellen finden, aus denen Sie das nötige Wissen schöpfen können. Je umfassender und prägnanter all’ diese Informationen sind, desto besser können wir den Redetext verfassen.
Aber das Verfassen der Rede ist nur die halbe Miete – nun muss das Opus ja noch seinem eigentlichen Zweck zugeführt werden: Sie müssen Ihre Rede vor Publikum halten.
Sind Sie in dieser Kunst eher ungeübt, stehen Ihnen eventuell jetzt schon die Schweißperlen auf der Stirn. Ruhig Blut und keine Panik. Es ist noch kein Meisterredner vom Himmel gefallen und im alltäglichen Umgang mit Ihren Mitmenschen sprechen Sie ja auch. Bei einer Rede ist Ihr Kommunikationspartner jetzt eben ein Saal voller Menschen, die gespannt auf das warten, was Sie zu sagen haben.
Nehmen Sie den vorbereiteten Redetext und stellen Sie sich vor einen Spiegel, in dem Sie sich von Kopf bis Fuß sehen können. Tragen Sie vor diesem Spiegel Ihre Rede laut vor, als ob Sie bereits vor Ihrem Publikum stünden. Üben Sie Mimik und Gestik, trainieren Sie die richtige Betonung und die Akzente, die Sie setzen wollen. Verlieren Sie vor allem die Scheu vor sich selbst.
Trainieren Sie, Ihre Rede langsam und deutlich vorzutragen. Versuchen Sie nicht, einen Rekord im Schnellsprechen aufzustellen, sondern betonen Sie jedes einzelne Wort sorgfältig und ohne Hektik.
Halten Sie Ihre Rede als Generalprobe noch mal vor Ihrem Spiegel und, wenn es sich machen lässt, auch direkt im (dann noch leeren) Vortragssaal. Letzteres schafft noch zusätzlich eine Vertrautheit mit der Lokalität, die Ihnen Sicherheit verleiht. Eine Sicherheit, die Ihr Publikum anerkennend bemerken wird.
© Redenservice Petering
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